Luya ist meine 8 Jahre alte Parson-Jack-Russel-Mix-Hündin. Sie ist die Beste=)
miezen
Unsere Miezen. Die kleine Mie und Mr. Bebi. Eine Perserkatze und ihre Tochter, eine Exotic Short Hair. Die beiden sind bei uns seit fünf Jahren, ich habe sie aus einer Privatzucht. Ich habe früher in Bonn gewohnt und eine Arbeitskollegin hat mich darauf aufmerksam gemacht, das ihre Mutter Katzen züchtet. Ich hab mir die Katzen dann mal angesehen und war kurzzeitig echt erschrocken als wir in das Haus reingegeangen sind, wie viele Katzen da waren und vor allem, wie sie aussahen. Viel zu viele auf einem Raum. Am schlimmsten fand ich aber (und das hatte ich vorher so noch nicht gesehen) wie platt die Gesichter der Miezen waren und wir stark ihre Nasen zurückgezüchtet wurden. Ich vermute mal die Züchterin hat es ziemlich übertrieben. Meine Beiden wurden in der Küche gehalten. Also ausschliesslich. Sie waren unkastriert (mit damals sechs und vier Jahren!), ihre Hinterbeine und hintere Rücken waren verfilzt und der Tierarzt hat jede menge Floheier in ihrem Fell gefunden. Ausserdem Gab es in dieser Familie einen (schnaufenden) Mops, der immer wieder die Miezen genervt hat. Im Grossen und ganzen hatte ich das Gefühl, die Frau hatte ihre Tiere gerne, hat aber seeehr den Überblick verloren und traurigerweise auch darüber, wann das Zurückzüchten der Katzennasen quälend für die Tiere wird. Dann sind die beiden bei uns eingezogen, raus aus der 12 Quadratmeter-Küche. Ich habe sie kastrieren lassen, geschoren und jetzt haben sie das ganze Haus für sich beansprucht=) Ich sehe bei uns geht es ihnen trotz ihrer traurigen Vorgeschichte viel besser!
Die kleine Mie hat es nicht so ganz schlimm getroffen. Ihr Gesicht ist zwar auch platt, aber sie bekommt gut Luft. Ihre Augen tränen meistens nur wenig aber trotzdem muss ich sie mehrmals täglich trocken wischen. Bei Persern sind die Tränenkanäle zurückgebildet, so dass die Tränenflüssigkeit nicht wie normal in den Rachen abfliesst sondern aus dem Auge heraustritt und dafür sorgt, dass die Augenwinkel dauernd nass sind. Als Folge entstehen durch Bakterien immer wieder Bindehautentzündungen. Somit sind wir Stammpatient beim Tierarzt, allerdings halten wir ihnen die Augen so gut es geht trocken, damit gar nicht erst passiert. Zum Glück kriegt die kleine Mie gut Luft, da hat sie nicht so Schwierigkeiten. Was ihr zu schaffen macht ist ihr Rücken, sie hat starke Verwachsungen an der Wirbelsäule, die dafür sorgen, dass ihr Rücken immer mehr versteift. Die Verknöcherungen an ihren Wirbeln drücken auf die Nerven und Bandscheiben, was sicherlich schmerzen verursacht. Unser Tierarzt sagt, es ist eine Alterserscheinung, allerdings ist sie mit fast 11 noch nicht so alt. Er sagt auch, das sie das schon sehr lange haben muss und damit auch schon lange lebt. Leider kann man das nicht behandeln. Hier zuhause springt sie auf Schränke und Möbel, rennt Treppen rauf und runter, sie jagt das Bebi wenn die beiden Fangen spielen. So lange ich nicht merke das sie Schmerzen hat und das sie in ihrer Bewegung nicht eingeschränkt ist, denke ich kann ich es so hinnehmen. Die kleine Mie ist eine sehr anhängliche und liebe Katze mit extremen Kuschelbedarf. Sie ist durch die Zucht nicht so sehr eingeschränkt und ich kann sagen, sie führt ein fast normales Stubentigerleben.
Mr. Bebi hat ein wenig mehr Probleme. Sie ist eine Mischung aus Perserkatze und Britisch Kurzhaar, eine Exotic Short Hair. Sie schnieft manchmal mehr als ihre Mutter. Anscheinend ist bei ihr die Kurzköpfigkeit mit mehr Beeinträchtigungen verbunden=( Allerdings ist sie eine sehr lebendige und lebensfrohe Katze, die sich wie es scheint nicht von ihrer kurzen Nase vom Spielen und Toben abhalten lässt. Glücklicherweise hat sie keine Atemnotsanfälle oder eine Schnarchnase, hin und wieder höre ich sie Atmen und merke, dass ihr Rachen beengt ist. Es ist eine menschengemachte Erbkrankheit bei der der Schädel durch die Zucht verformt wird. Die Nasenlöcher sind verengt, die Rachen ist zu klein und zu kurz. Meistens ist da nur wenig Platz für Zunge, Gaumen und Zähne. Oft haben Perserkatzen oder Exotic Shorthairkatzen sehr gruselige bis gar keine Zähne. Man nennt dieses Syndrom Brachycephalie, auch Kurzköpfigkeit. Unsere beiden sehen ziehmlich platt aus, leben damit aber ganz gut. Traurig macht es mich, das es sowas überhaupt gibt, das Tieren Körperteile einfach weggezüchtet werden, nur um einen optischen Reiz zu schaffen. Peke Face sagt man auch, es soll an das "Kindchenschema" erinnern und soll somit niedlich wirken. Weil die beiden so ein kleines Mäulchen haben mache ich ihnen das Futter extra klein, damit sie es besser essen können. Arme Mies und dümmliche Züchterin, hat schniefige Kreaturen geschaffen. Laut deutschem Tierschutzgesetz:
§ 11b
(1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muß, daß bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
(2) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muß, daß bei den Nachkommen
a)
mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen oder erblich bedingte Aggressionssteigerungen auftreten oder
b)
jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder
c)
deren Haltung nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen.
Artgemässer Gebrauch! Pah!!
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